Internationale Betrugssyndikate

Der internationale Transfer von Geldern ist ein wesentliches Instrument für das globale organisierte Verbrechen. Betrugssyndikate mit Verbindungen nach Europa, Nordamerika, Asien und Australien haben aufwendige und komplexe Betrugsschemen erarbeitet, die auf die Übermittlung von Geldern über internationale Grenzen hinweg abzielen.

Identitätsdiebstahl für Steuerbetrug

OFX hat dazu beizutragen, ein solches System aufzudecken und den länderübergreifenden Steuerbetrug zu reduzieren. Derartige Aktivitäten beinhalten den Diebstahl von personenbezogenen Informationen für Zwecke der betrügerischen Steuerrückzahlungsansprüche in mehreren Gerichtsbarkeiten. Den Beginn stellt meist eine Datenpanne dar, die es Betrugssyndikaten erlaubt, Zugang zu persönlichen Informationen einer Person wie Name, Adresse, Alter, Geschlecht und Telefonnummer zu erhalten.

Die Betrugssyndikate analysieren sorgfältig illegal erlangte Daten, um Personen auszuwählen, die zu Steuerrückerstattungen berechtigt sind. Sobald diese ausgewählt sind, erstellen sie falsche Identitäten mit legitimen persönlichen Informationen. In einigen Fällen verwenden Betrugssyndikate lokale Syndikatsmitglieder, um eine falsche Identität zu etablieren, die sorgfältig ausgewählt wurde, um das Profil der legitimen gestohlenen Identität anzupassen. Ein Beispiel dafür wäre John Smith, ein Mann Mitte dreißig, der in den Vereinigten Staaten aufgewachsen ist. Das Betrugssyndikat wählt einen Mann mit passendem Hintergrund (Sam) aus, um eine falsche Identität einzurichten. Diese wird dann verwendet, um ein Online-Bankkonto unter Verwendung von Johns persönlichen Informationen für Verifizierungs- und Identifikationszwecke zu eröffnen.

Sobald das falsche Online-Bankkonto eingerichtet ist, werden Johns legitime persönliche Informationen verwendet, um eine fiktive Steuererstattung zu verarbeiten, damit die Erstattung an das falsche Online-Bankkonto gezahlt wird.

Mittlerweile hat das Betrugssyndikat den Zugang zu einem Bankkonto in einem anderen Land eingerichtet oder aufgebaut. Das Ziel ist es, die erschwindelte Steuererstattung über das falsche Online-Bankkonto zu leiten, das mit den persönlichen Daten von John eingerichtet wurde, und das Geld dann international an das Konto des Betrugssyndikats zu überweisen.

OFX gegen das Betrugssyndikat

Im Jahr 2015 war OFX das Ziel des Steuerbetrugs der oben beschriebenen Art in einer Reihe von Ländern. Das Betrugssyndikat hat nach Einrichtung der betrügerischen Bankkonten gestohlene persönliche Informationen benutzt, um sich bei OFX für ein Online-Devisenkonto zu registrieren. Die gestohlene Identität wurde verwendet, um die ID-Verifizierungsprozesse von OFX zu umgeben.

OFX identifizierte eine Kundenregistrierung im Namen einer Person, die angab, dass sie den Antrag nicht eingereicht hatte. Nach der Bestätigung der betrügerischen Kontoregistrierung arbeitete OFX mit ThreatMetrix, um die Daten zu analysieren und kooperierte auch eng mit einer Reihe von Regierungsbehörden und Finanzinstituten, um aufzudecken, was geschehen war. Das OFX-Betrugsteam war erfolgreich bei der Identifizierung mehrerer betrügerischer Anwendungen im Zusammenhang mit dem verdächtigen Konto, das die Person identifiziert hatte.

Wie OFX den Betrug offenlegte

ThreatMetrix verfügt über das weltweit größte Digital Identity Network, das auf global geteilte Informationen von über einer Milliarde Transaktionen pro Monat zurückgreift. Mit Hilfe von ThreatMetrix führte OFX eine gründliche nachträgliche Überprüfung der Einrichtung des Falschkontenaufbaus durch und konnte über die statischen gestohlenen Anmeldeinformationen hinausgehen. Durch die Analyse aller dynamischen Informationen, einschließlich, wie unter anderem auf IP-Adressen sowie die zur Registrierung der Konten verwendeten Geräte und die damit verbundenen E-Mail-Adressen, konnte ThreatMetrix OFX helfen, die digitale Identität des Betrugssyndikats zu identifizieren.

Durch Anpassungen des ThreatMetrix-Profils von OFX musste das Betrugssyndikat seinen Modus Operandi mit den gestohlenen persönlichen Informationen ändern, um Kontoübernahmeversuche zu starten. Durch die Nutzung von Informationen über Links und Zuordnungen aus dem ThreatMetrix Network konnte OFX Transaktionen des Betrugssyndikats identifizieren. Diese Überprüfung ermöglichte es OFX, den Regierungsbehörden bei der Ermittlung zusätzlicher Opfer und im Rahmen einer Arbeitsgruppe der Branche bei der Identifizierung von über 50 Opfern zu helfen sowie etwa 1,75 Millionen USD an die zuständige Regierungsbehörde zurückzugeben.

Laufende verbesserte Identitätsbewertung

OFX arbeitet weiterhin mit ThreatMetrix zusammen, um die Bedrohung durch Betrugstätigkeit zu bekämpfen. Durch die Nutzung eines umfangreichen Pools von Informationen von ThreatMetrix hilft OFX dabei, Geräte und andere digitale Attribute, unabhängig von Kanal, Anwendungsfall, Standort, vorgelegten Anmeldeinformationen oder persönlichen Identifizierungsinformationen nachzuverfolgen.

Langfristiger Erfolg

Seit der Implementierung half ThreatMetrix OFX, Betrugsfälle zu verhindern und seine Führungsposition innerhalb des wachsenden Online-Devisenmarkts weiter auszubauen. Dies wurde durch den Einsatz folgender Kernfunktionen erreicht:

  • Technologien zur tiefgreifenden Verbindungsanalyse geben OFX eine klarere Sicht auf ungewöhnliche Transaktionen. Betrüger versuchen häufig, ihren Standort und ihre Identität mithilfe von Anonymitätsdiensten wie verborgenen Proxys, VPNs und dem Tor Browser zu verschleiern. ThreatMetrix ermittelt den Einsatz dieser Technologien genau und ermöglicht es OFX im Fall von Proxys und VPNs, die tatsächliche IP-Adresse, den Geostandort und andere Attribute jeder Transaktion anzuzeigen.
  • Das Digital Identity Network analysiert Milliarden von Transaktionen. Somit ermöglicht es OFX, Identitätsattribute, Charakteristiken und Verhaltensweisen, die mit den neuen Konten verknüpft sind, zu ermitteln.
  • Der mehrschichtige Ansatz von ThreatMetrix überprüft die echte digitale Identität des Endbenutzers über Informationen zu Geräten, Bedrohungen und Persona (Kombination aus Gerät, Verlauf, Transaktionen, E-Mail und anderen Attributen). Gleichzeitig bietet die Analyseplattform weitere Einsichten für Echtzeitentscheidungen, um legitime Kunden von potenziellen Betrügern zu unterscheiden.

„Mit der Technologie, die ThreatMetrix zur Verfügung gestellt hat, ist OFX in der Lage, betrügerische und kriminelle Aktivitäten auf der OFX-Plattform effektiver zu erkennen, abzuschrecken, zu verhindern und zu untersuchen.“

– Deb Wood

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